Finden & Buchen
Die Hocheifel
Natur erleben
Das Adenauer Land
Wer das Adenauer Land auf der Landkarte einkreisen möchte, beginnt mit dem Rhein und der Mosel, mit Köln, Bonn, Aachen, Trier und Koblenz, die gemeinsam große Teile der Eifel umfassen. Um sich der Hoch- und Ahreifel zu nähern, hilft das Dreieck Bad Neuenahr-Ahrweiler, Blankenheim und Mayen weiter.
|
Hier liegt das Adenauer Land, im Osten angrenzend an die Pellenz und das Königfelder Ländchen, zum Westen an die vulkanische Westeifel und die Kalkeifel. Im Norden reicht das Gebiet an die Oberahr und im Süden an die Moseleifel. Das Adenauer Land ist geprägt durch die Höhenzüge Hohe Acht (747m), Aremberg und die Nürburg - und bekannt vor allem durch den Nürburgring. Ähnlich wie die Grenzen des Adenauer Lands verlaufen auch die Grenzen der Verbandsgemeinde Adenau. Auf 257 Quadratkilometern Landfläche, dünn besiedelt mit rund 14 000 Einwohnern in 37 Ortsgemeinden, finden sich Kontraste, die nur das Adenauer Land bieten kann. |
Die Geheimnisse der Hocheifel
|
Waldreiches Hochland, große Wiesen, kleine Bäche, wunderbare Fernblicke – so präsentiert sich das Adenauer Land. Eine jahrhundertealte Geschichte hat das Gesicht und die Menschen der Hoch- und Ahreifel geprägt. Und es gibt viele Zeugnisse der vulkanischen Urkraft, die die Hocheifel auf ganz besondere Art und Weise gestaltet hat: Längst abgetragene Vulkankegel, die heute die höchsten Erhebungen der gesamten Eifel darstellen, lassen den Betrachter erahnen, wie hoch die Eifel einst wirklich war. Es gibt viele Deutungen, wo der Name der Eifel herrührt. Stammt er vielleicht vom lateinischen „Aquilinse“, aus dem zunächst „Efilinse“ wurde und die heutige Eifel als „Wasserland“ bezeichnete? Die zahlreichen Quell- und Ablaufgebiete der Eifel und die alte römische Wasserleitung, die von der Eifel bis Köln reichte, könnten hier Indizien sein – selbst die Kelten haben die Eifel vielleicht schon als Wasserland bezeichnet. Bis heute prägt das Wasser die Landschaft der Eifel, auch die der Hoch- und Ahreifel und des Adenauer Lands. |
Eine andere Lösung zum Namensrätsel besinnt sich auf eine Verbindung der germanischen Wortform „aik“ für Eiche – im Althochdeutschen zu „eih“ geworden – und eine auf das Indogermanische zurückgehende „pel“ für „breit und flach“ – und damit die Ville meinend, woraus „aik-fil“ wurde: Damit hätte die Eifel ihre Bezeichnung für ihre mit Eichenwald bedeckten Hochflächen. Angesichts heutiger Wälder auch eine denkbare Lösung…
Wie auch immer, klimatisch rau, unfruchtbar und verregnet – dieser Ruf eilt der Eifel immer noch voraus. Sicherlich, im Vergleich zu den Tälern von Rhein und Mosel sind die Temperaturunterschiede in der Hocheifel deutlicher, die Winter kälter, die Nächte kühler. Aber in Sachen Regen kann das Adenauer Land durchaus mit einer Besonderheit aufwarten, auch wenn manche Nürburgring-Besucher gerne das Gegenteil behaupten…
Wie auch immer, klimatisch rau, unfruchtbar und verregnet – dieser Ruf eilt der Eifel immer noch voraus. Sicherlich, im Vergleich zu den Tälern von Rhein und Mosel sind die Temperaturunterschiede in der Hocheifel deutlicher, die Winter kälter, die Nächte kühler. Aber in Sachen Regen kann das Adenauer Land durchaus mit einer Besonderheit aufwarten, auch wenn manche Nürburgring-Besucher gerne das Gegenteil behaupten…
Farbenpracht
Mit großer Ehrlichkeit ziehen die Jahreszeiten durch das Adenauer Land.
|
Im Winter kann das Thermometer gerne zweistellig unter Null sinken, im Sommer schafft der Abend erfrischende Kühle nach einem warmen Tag. Drückende Schwüle, wie sie nur wenig entfernt an Rhein und Mosel immer wieder Einzug hält, verirrt sich nur selten in die Täler der Hocheifel. Während der Frühling die Natur Blatt für Blatt erwachen lässt und die Höhenzüge langsam in zarte, helle Grüntöne kleidet, zieht der Herbst mit einer satten, bunten Fröhlichkeit ein. Die unterschiedliche Bewaldung der Hocheifel ist der Grund für diese unendliche Farbenvielfalt, die dem Betrachter immer wieder Anlass zum Staunen über den Reichtum der Eindrücke im Wechsel der Jahreszeiten gibt. Dabei prägt eine Farbe das Adenauer Land wie keine andere: Das ist sein sattes, dichtes Grün. |
| Nachweis über das, was das Wetter im Adenauer Land ausmacht, gibt die Wetterstation in Barweiler auf 485 Meter Höhe. Sie ist eine Dienststelle des Deutschen Wetterdienstes und im internationalen Messnetz mit höchster Prioritätsstufe gelistet. Und hier ist zu erfahren, dass die Niederschlagsmengen im Adenauer Land zusammen mit denen von Bad Münstereifel am untersten Ende der Skala der gesamten Eifel wiederzufinden sind. Regen ist im Adenauer Land ein spärliches Gut, es ist tatsächlich nachgewiesen. |
Text und Fotos: Katja Kerschgens, Autorin Buch „Geliebte Eifelbilder“ (erhältlich bei der Tourist-Information Hocheifel-Nürburgring)







